Körperformung

Glossar

Kryolipolyse

Kryolipolyse ist ein Verfahren, das ein Fettpolster ohne Schnitt mit Kälte behandelt: Ein Applikator saugt die Hautfalte an und kühlt sie, bis ein Teil der Fettzellen abstirbt. Der Körper baut die geschädigten Zellen über Wochen ab.

Begriff
Kryolipolyse
Stand
21. September 2026

Was dahinter steckt

Nach der Übersichtsarbeit von Ingargiola und Kollegen (Plastic and Reconstructive Surgery 2015) nimmt die Fettschicht an der behandelten Stelle im Ultraschall um 10,3 bis 25,5 Prozent ab. Häufige Nebenwirkungen sind Taubheit, Rötung, Schwellung und Schmerzen; selten wächst das Fett stattdessen, die paradoxe adipöse Hyperplasie.

Die US-Behörde FDA hat das verbreitetste Gerät nur bei einem Body-Mass-Index bis 30 kg/m² freigegeben. Eine Kassenleistung ist die Kryolipolyse nicht, und die S2k-Leitlinie Lipödem erwähnt sie nicht. Das Verwaltungsgericht Augsburg hat sie am 12. Oktober 2017 (Au 2 K 16.1500) als Heilbehandlung eingestuft, die ärztliche Fachkenntnisse erfordert.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Ingargiola MJ et al.: Cryolipolysis for fat reduction and body contouring: safety and efficacy of current treatment paradigms. Plastic and Reconstructive Surgery 2015;135(6):1581-1590, Plastic and Reconstructive Surgery, PubMed Central,
  2. Verwaltungsgericht Augsburg, Urteil vom 12. Oktober 2017, Au 2 K 16.1500, dejure.org,

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Stand dieser Angaben: 21. September 2026.