Körperformung

Glossar

Dieses Glossar erklärt die Begriffe, die rund um Liposuktion, Lipödem & Körperformung immer wieder auftauchen. Jeder Eintrag beginnt mit einer Definition in ein bis zwei Sätzen und nennt danach, worauf sie sich stützt.

44 Begriffe

Lipödem

Das Lipödem ist eine schmerzhafte, symmetrische Fettverteilungsstörung an Armen und Beinen, die nach der S2k-Leitlinie fast ausschließlich Frauen betrifft. Leitsymptom ist der Schmerz bei Druck oder Berührung, nicht die Fettmenge allein. Kopf, Hals, Rumpf, Hände und Füße bleiben unbetroffen. Die Diagnose stützt sich auf Anamnese und Tastbefund.

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Lipohypertrophie

Lipohypertrophie bezeichnet eine disproportionale, meist symmetrische Fettgewebsvermehrung an Armen oder Beinen ohne die für ein Lipödem typischen Schmerzen. Nach der S2k-Leitlinie Lipödem ist der fehlende Schmerz das entscheidende Unterscheidungsmerkmal. Rein optisch können sich beide Befunde stark ähneln, die Behandlung unterscheidet sich jedoch grundlegend.

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Liposuktion

Liposuktion, auch Fettabsaugung genannt, entfernt Unterhautfettgewebe über feine Kanülen durch kleine Hautschnitte. Bei Lipödem-Patientinnen ist sie nach aktueller Leitlinie die einzige Behandlung, die das vermehrte Fettgewebe dauerhaft reduziert, während konservative Verfahren nur die Symptome lindern. Der Eingriff erfolgt unter Tumeszenz-Lokalanästhesie oder Vollnarkose.

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Tumeszenz-Lokalanästhesie

Die Tumeszenz-Lokalanästhesie betäubt das Operationsgebiet, indem eine stark verdünnte Lösung aus Lokalanästhetikum, Kochsalzlösung und gefäßverengendem Adrenalin in das Unterhautfettgewebe eingebracht wird. Das Gewebe schwillt an, wird fest und blutungsarm. Der Chirurg James Klein entwickelte das Verfahren 1987 ursprünglich für die Liposuktion.

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Wasserstrahl-assistierte Liposuktion (WAL)

Die wasserstrahl-assistierte Liposuktion (WAL) löst Fettzellen mit einem feinen, pulsierenden Wasserstrahl aus dem Gewebeverbund und saugt sie zeitgleich ab. Die Leitlinie nennt das Verfahren neben der vibrationsassistierten Technik als gewebe- und lymphgefäßschonende Methode der Wahl bei der operativen Behandlung des Lipödems.

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Vibrationsassistierte Liposuktion (PAL)

Die vibrationsassistierte Liposuktion (PAL, Power-Assisted Liposuction) setzt die Absaugkanüle über einen Elektromotor in schnelle, kleine Vibrationsbewegungen. Das erleichtert das Lösen des Fettgewebes mechanisch und reduziert den Kraftaufwand des Operateurs, besonders in vernarbten oder voroperierten Arealen. Wärme- oder Ultraschallenergie kommt dabei nicht zum Einsatz.

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Adipositas und Lipödem im Vergleich

Adipositas ist eine über den ganzen Körper verteilte, proportionale Vermehrung von Fettgewebe, meist durch ein Ungleichgewicht von Energieaufnahme und -verbrauch bedingt. Das Lipödem betrifft dagegen gezielt Arme und Beine und geht mit Schmerzen einher. Nach der S2k-Leitlinie bedingt keine der beiden Erkrankungen die andere.

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Body-Mass-Index (BMI)

Der Body-Mass-Index (BMI) errechnet sich aus dem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Er dient als grober Anhaltspunkt für die Einordnung des Körpergewichts, ersetzt aber keine ärztliche Untersuchung. Im Beschluss zur Liposuktion bei Lipödem ist er eine von mehreren Voraussetzungen.

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Waist-to-Height-Ratio (WHtR)

Die Waist-to-Height-Ratio (WHtR) setzt den Taillenumfang ins Verhältnis zur Körpergröße und bildet die Fettverteilung um die Körpermitte ab. Im Beschluss zur Kassenleistung der Liposuktion bei Lipödem greift sie zusätzlich zum BMI ab einem Wert von 32 Kilogramm pro Quadratmeter. Beide Kennzahlen zusammen bilden nur eine von mehreren Voraussetzungen für die Kostenübernahme.

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Stadieneinteilung des Lipödems

Die Stadieneinteilung des Lipödems beschreibt das äußere Erscheinungsbild der Haut- und Unterhautoberfläche in drei Stufen. Nach der aktuellen S2k-Leitlinie ist sie ausdrücklich kein Maß für den Schweregrad der Erkrankung und keine Voraussetzung für eine Behandlung, weil Beschwerden und äußeres Bild nicht zwingend zusammenhängen.

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Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE)

Die komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE) ist ein mehrteiliges Behandlungskonzept aus manueller Lymphdrainage, Kompressionstherapie, Bewegung unter Kompression, Hautpflege und Selbstmanagement. Sie gilt als Standardverfahren der konservativen Lipödem- und Lymphödem-Behandlung und wird nach einer Liposuktion in Intensität und Dauer an den jeweiligen Befund angepasst.

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Manuelle Lymphdrainage

Manuelle Lymphdrainage ist eine physiotherapeutische Massagetechnik mit kreisenden, druckdosierten Handgriffen, die den Lymphabfluss anregt. Sie ist das Kernstück der komplexen physikalischen Entstauungstherapie und darf ausschließlich von speziell dafür ausgebildeten Fachkräften durchgeführt werden, weil eine falsch dosierte Anwendung mehr schaden als nutzen kann.

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Kompressionstherapie nach der Liposuktion

Kompressionstherapie übt über speziell angepasste Bandagen oder Kompressionswäsche gleichmäßigen Druck auf das behandelte Gewebe aus. Nach einer Liposuktion unterstützt sie den Rückgang von Schwellungen, vermindert Hämatome und gilt neben früher Mobilisation als eine der Maßnahmen zur Vorbeugung einer Thrombose. Ohne begleitende Kompression verzögert sich die Heilung meist spürbar.

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Lymphödem

Ein Lymphödem ist eine Schwellung durch eine Störung des Lymphabflusses, die im Unterschied zum Lipödem meist einseitig auftritt und in der Regel nicht schmerzhaft ist. Ein unbehandeltes Lipödem kann im Verlauf zusätzlich ein Lymphödem auslösen, dann sprechen Fachleute von einem Lipo-Lymphödem.

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Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)

Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) legt fest, wie ärztliche Leistungen außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung berechnet werden. Jede Leistung ist einer Gebührenziffer mit Punktzahl zugeordnet; die Rechnung ergibt sich aus Punktzahl mal Punktwert mal einem Steigerungssatz, den die Schwierigkeit der Leistung im Einzelfall bestimmt.

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Steigerungssatz (GOÄ)

Der Steigerungssatz der GOÄ gibt an, mit welchem Vervielfachungsfaktor der Punktwert einer ärztlichen Leistung berechnet wird. Er reicht vom 1,0-fachen Mindestsatz über den 2,3-fachen Regelsatz ohne Begründung bis zum 3,5-fachen Höchstsatz, der eine schriftliche Begründung im besonderen Einzelfall voraussetzt. Ärztinnen und Ärzte legen den Satz für jede einzelne Leistung gesondert fest.

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Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL)

Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) sind ärztliche Leistungen außerhalb des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung, die Patientinnen und Patienten selbst bezahlen. Sie werden nur auf ausdrücklichen Wunsch erbracht und nach der Gebührenordnung für Ärzte abgerechnet, nicht über die Versichertenkarte. Ohne eine solche Vereinbarung darf keine Rechnung gestellt werden.

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Aufklärungspflicht

Die ärztliche Aufklärungspflicht nach § 630e Bürgerliches Gesetzbuch verlangt, dass Patientinnen und Patienten vor einer Behandlung über Art, Umfang, Ablauf, zu erwartende Folgen und Risiken sowie über Alternativen informiert werden. Nur eine wirksame Aufklärung macht die anschließende Einwilligung in den Eingriff rechtlich gültig.

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Facharzt/Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Facharzt oder Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie ist ein geschützter Titel, der eine sechsjährige Weiterbildung voraussetzt, davon zwei Jahre Basischirurgie und vier Jahre im Fachgebiet an einer anerkannten Weiterbildungsstätte. Der Titel wird von der zuständigen Landesärztekammer nach bestandener Prüfung verliehen.

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DGÄPC (Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie)

Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) ist eine Fachgesellschaft, die ein Mitgliederverzeichnis von Ärztinnen und Ärzten mit Schwerpunkt ästhetisch-plastische Chirurgie führt. Die Ratgeber von Körperformung zitieren sie, etwa mit ihrer jährlichen Statistik und ihren Informationen zu einzelnen Eingriffen.

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VDÄPC und DGPRÄC

Der VDÄPC ist eng mit der Deutschen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (DGPRÄC) verbunden, der wissenschaftlichen Fachgesellschaft des Gebiets. Auch dieses Register führt eine Mitgliedersuche, jedoch ohne Massenabfrage-Schnittstelle.

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Serom

Ein Serom ist eine Ansammlung von Wundflüssigkeit in einem operativ geschaffenen Hohlraum, etwa nach einer Liposuktion. Es zählt laut ärztlicher Fachliteratur zu den selteneren, aber bekannten Komplikationen des Eingriffs und macht sich meist durch eine tastbare, weiche Schwellung im behandelten Areal bemerkbar.

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Hämatom

Ein Hämatom ist ein Bluterguss im Gewebe, der nach nahezu jeder Liposuktion in unterschiedlicher Ausprägung auftritt und zu den häufigsten, meist harmlosen Begleiterscheinungen des Eingriffs zählt. Kleinere Hämatome bilden sich innerhalb weniger Tage bis Wochen von selbst zurück. Die Praxis informiert darüber bereits im Aufklärungsgespräch vor dem Eingriff.

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Thromboseprophylaxe

Thromboseprophylaxe umfasst Maßnahmen, die nach einer Operation wie einer Liposuktion das Risiko eines Blutgerinnsels in den Venen und einer daraus folgenden Lungenembolie senken. Dazu zählen frühe Mobilisation, Kompressionstherapie und je nach individuellem Risiko eine vorübergehende medikamentöse Behandlung. Die behandelnde Praxis erläutert diese Maßnahmen üblicherweise bereits vor der Operation.

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Konturunregelmäßigkeiten

Konturunregelmäßigkeiten sind unregelmäßige Vertiefungen oder Wellen der Hautoberfläche, die nach einer Liposuktion auftreten können, wenn Fettgewebe ungleichmäßig entfernt wurde. Fachliteratur nennt sie neben Hämatomen und Asymmetrien zu den häufigeren chirurgischen Begleiterscheinungen des Eingriffs, die meist mit der Zeit abnehmen. Die Wahrscheinlichkeit hängt auch von der Erfahrung des Operateurs ab.

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Vier-Augen-Prinzip bei der Lipödem-Diagnose

Das Vier-Augen-Prinzip trennt bei der Lipödem-Behandlung die Diagnosestellung von der Durchführung der Liposuktion: Eine Fachärztin oder ein Facharzt stellt die Diagnose, eine andere Praxis führt die Operation durch. Die Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie nennt dies eine Voraussetzung für die Kassenleistung.

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Heilmittelverordnung für Lymphdrainage

Eine Heilmittelverordnung ist die ärztliche Verschreibung einer Therapie wie der manuellen Lymphdrainage zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung, rechtlich gestützt auf § 32 Sozialgesetzbuch V. Welche Diagnosen welchen Umfang an Behandlungen rechtfertigen, legt die Heilmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses im Heilmittelkatalog fest. Ohne gültige Verordnung trägt die versicherte Person die Kosten selbst.

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Kassenleistung: Liposuktion bei Lipödem

Seit dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses vom 17. Juli 2025 übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Liposuktion bei Lipödem unter bestimmten Voraussetzungen, umgesetzt im einheitlichen Bewertungsmaßstab zum 1. Juli 2026. Vorher war die Kostenübernahme nur im Rahmen von Modellvorhaben und nur bis Stadium III möglich.

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Abdominoplastik (Bauchdeckenstraffung)

Die Abdominoplastik, auf Deutsch Bauchdeckenstraffung, entfernt überschüssige Haut und Unterhautfett zwischen Nabel und Schambein und strafft die verbleibende Bauchhaut nach unten. Bei Bedarf werden die auseinandergewichenen geraden Bauchmuskeln in der Mitte vernäht. Ein Mittel gegen Übergewicht ist der Eingriff nicht.

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Dermolipektomie

Die Dermolipektomie ist das chirurgische Herausschneiden überschüssiger Haut zusammen mit dem darunter liegenden Unterhautfett. Sie ist der gemeinsame Kern der Straffungsoperationen an Bauch, Oberschenkel und Oberarm. Anders als die Liposuktion entfernt sie Haut und hinterlässt deshalb eine Narbe.

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Bodylift (zirkuläre Körperstraffung)

Das Bodylift strafft die Haut an Bauch, Hüfte, Gesäß und äußerem Oberschenkel mit einem Schnitt rund um den Körper auf Gürtelhöhe. Es kommt nach großem Gewichtsverlust in Frage, wenn der Hautüberschuss mehrere dieser Regionen zugleich betrifft. Die Narbe liegt so, dass Unterwäsche sie bedeckt.

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Brachioplastik (Oberarmstraffung)

Die Brachioplastik, auf Deutsch Oberarmstraffung, entfernt überschüssige Haut und Unterhautfett an der Innenseite des Oberarms. Bei geringer Hautdehnung liegt der Schnitt nur in der Achsel, bei größerem Überschuss spindelförmig zwischen Achsel und Ellenbogen an der inneren Rückseite des Arms.

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Entstellung (Krankenversicherungsrecht)

Eine Entstellung ist im Recht der gesetzlichen Krankenversicherung eine körperliche Auffälligkeit, die sich schon bei flüchtiger Begegnung in alltäglichen Situationen bemerkbar macht und regelmäßig die Aufmerksamkeit anderer auf sich zieht. Liegt sie vor, kann sie auch ohne Funktionsstörung einen Anspruch auf Krankenbehandlung begründen.

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Kryolipolyse

Kryolipolyse ist ein Verfahren, das ein Fettpolster ohne Schnitt mit Kälte behandelt: Ein Applikator saugt die Hautfalte an und kühlt sie, bis ein Teil der Fettzellen abstirbt. Der Körper baut die geschädigten Zellen über Wochen ab.

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Paradoxe adipöse Hyperplasie

Die paradoxe adipöse Hyperplasie ist eine seltene Nebenwirkung der Kryolipolyse, bei der das Fettgewebe im behandelten Bereich Monate später zu einem festen, scharf begrenzten Polster wächst, statt zu schrumpfen. Paradox heißt gegen die Erwartung, Hyperplasie Vermehrung von Gewebe.

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Injektionslipolyse (Fett-weg-Spritze)

Injektionslipolyse bezeichnet das Einspritzen eines Wirkstoffs in das Unterhautfett, der die Zellmembran der Fettzellen zerstört. Der Wirkstoff ist Deoxycholsäure, eine körpereigene Gallensäure; umgangssprachlich heißt das Verfahren Fett-weg-Spritze.

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Hochintensiver fokussierter Ultraschall (HIFU)

Hochintensiver fokussierter Ultraschall, kurz HIFU, bündelt Schallwellen in einer bestimmten Tiefe des Gewebes, erhitzt dort einen Punkt und lässt die Zellen absterben, ohne die Haut darüber zu verletzen. Zur Körperformung zielt er auf das Unterhautfett.

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NiSV (Verordnung zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung)

Die NiSV ist die Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen. Sie regelt, wer Laser, intensive Lichtquellen, Ultraschall, Hochfrequenz und Stimulationsgeräte zu kosmetischen oder anderen nichtmedizinischen Zwecken anwenden darf.

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Terminservicestelle (116117)

Die Terminservicestelle ist eine Vermittlungsstelle der Kassenärztlichen Vereinigungen, die gesetzlich Versicherten unter der Nummer 116117 oder online Arzttermine vermittelt. Nach § 75 Absatz 1a SGB V muss sie innerhalb einer Woche einen Termin anbieten, auf den Sie höchstens vier Wochen warten.

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Gutachterkommission und Schlichtungsstelle der Ärztekammer

Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen sind Einrichtungen der Landesärztekammern, die einen vermuteten Behandlungsfehler schriftlich begutachten. Das Verfahren ist für Patientinnen und Patienten kostenfrei, sein Ergebnis ist eine Empfehlung ohne rechtliche Bindung.

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Heilmittelwerbegesetz (HWG)

Das Heilmittelwerbegesetz regelt, wie für Arzneimittel, Medizinprodukte und ärztliche Behandlungen geworben werden darf. Nach § 1 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe c gilt es auch für operative plastisch-chirurgische Eingriffe ohne medizinische Notwendigkeit, etwa die rein ästhetische Fettabsaugung.

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Medizinisch notwendige Heilbehandlung

Der Begriff entscheidet in der privaten Krankenversicherung darüber, ob erstattet wird. § 192 Absatz 1 des Versicherungsvertragsgesetzes verpflichtet den Versicherer, im vereinbarten Umfang die Aufwendungen für medizinisch notwendige Heilbehandlung wegen Krankheit oder Unfallfolgen zu erstatten. Der Maßstab ist objektiv und hängt nicht am Vertrag zwischen Arzt und Patientin.

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Rehabilitationsbedürftigkeit

Rehabilitationsbedürftigkeit ist die erste von drei Voraussetzungen, die eine Verordnung von medizinischer Rehabilitation trägt. Sie besteht nach § 8 der Rehabilitations-Richtlinie, wenn aufgrund einer Schädigung nicht nur vorübergehende alltagsrelevante Beeinträchtigungen der Aktivität vorliegen, dadurch die Teilhabe beeinträchtigt ist oder zu werden droht, und der fachübergreifende Ansatz der Rehabilitation über die normale Krankenbehandlung hinaus nötig ist.

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Adipozyten (Fettzellen)

Adipozyten sind die Zellen des Fettgewebes, die Energie in Form von Fett speichern. Ihre Gesamtzahl wird im Kindes- und Jugendalter festgelegt und bleibt im Erwachsenenalter weitgehend konstant.

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