Glossar
Tumeszenz-Lokalanästhesie
Die Tumeszenz-Lokalanästhesie betäubt das Operationsgebiet, indem eine stark verdünnte Lösung aus Lokalanästhetikum, Kochsalzlösung und gefäßverengendem Adrenalin in das Unterhautfettgewebe eingebracht wird. Das Gewebe schwillt an, wird fest und blutungsarm. Der Chirurg James Klein entwickelte das Verfahren 1987 ursprünglich für die Liposuktion.
- Begriff
- Tumeszenz-Lokalanästhesie
- Stand
- 11. September 2026
Was dahinter steckt
Die Leitlinie begrenzt die Höchstdosis des Lokalanästhetikums Lidocain auf 45 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und maximal 10 Liter Tumeszenzlösung je Sitzung, um eine Überdosierung auszuschließen. Zwischen der Infiltration und dem Absaugen sollen mindestens 60 bis 120 Minuten liegen, damit die Wirkung sich voll entfalten kann.
Das Verfahren erlaubt eine Liposuktion ohne Vollnarkose, senkt dadurch das Narkoserisiko und ermöglicht eine frühe Mobilisation nach dem Eingriff. Bei sehr ausgedehnten Arealen kann dennoch eine Vollnarkose sinnvoller sein, das entscheidet der Operateur im Aufklärungsgespräch.
Siehe auch
Quellen und Methodik
Quellen und Lizenzen
- S2k-Leitlinie Lipödem, AWMF-Registernummer 037-012, Version 5.0, AWMF,
- Tumeszenzlokalanästhesie, Abstract, Thieme, Aktuelle Dermatologie,
Einsatz von Sprachmodellen
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Stand dieser Angaben: 11. September 2026.